Bildhauerin
Ines Lietz
Berlin

Im plastischem Werk von Ines Lietz herrscht Stille. Die Figuren sind eingefroren in einer beabsichtigten Bewegung, die nie zu Ende geführt wird. Es ist, als ob einem Geschehen die Zeit entzogen wäre, die Handlung wird angehalten und deren Wirkung abgewendet. Der Lauf der Dinge ist stillgelegt, der Schmerz, der Tod werden nie eintreten. Eine Ursache ohne Wirkung festgehalten in einem zeitlosen Raum. Nur der kühlen Schönheit der Szene gilt das Interesse der Künstlerin und nur die Ästhetik der Form wird an die Schmerzgrenze getrieben. Das Ziel ist das Komprimieren der Zeit in einen Kubus und Verwerfung der Idee der Zeit als einer Abfolge von Geschehnissen. Lietz nennt dies eine “holographische Sicht”.

The sculptures of Ines Lietz are ruled by silence. The figures are frozen in an intended movement that will never be accomplished. It is as if time is taken out of an event, as if the action has been interrupted and its effect averted. The logical course of events is stopped in its track, pain and death will never occur. Cause without effect imprisoned in a timeless space. Only the cold beauty of the scene interests the artist and only the aesthetics of the form will be pushed to the limit of agony. The aim is to compress time in a cube and to overthrow the concept of time as a succession of episodes. Lietz calls this frozen moment a ”holographic vision”.